Lumbo-Zeit, Gedanken zu sprechen oder schweigen

Vorhin habe ich mir vorgenommen, andere nicht mehr mit so vielen Details zu quälen vor mir (sie haben ja bestimmt genug mit dem sie auch beschäftigt sind), ich schreibe so gut es geht alles hier hinein.

Die ärztliche Unterstützung finde ich derzeit nicht sehr aufbauend. Tipps kommen eher sparsam. Rückrufe sind kaum möglich. Tja …

Im Internet gibt es viele Informationen, leider sind die Diskussionen die ich bisher in Foren fand aber auch eher sehr sparsam. Fachliche Informationen ziemlich widersprüchlich.

Bericht über meine derzeitige Leidensphase (offiziell betitelt Lumboischialgie bis in den rechten Oberschenkel)

Vorhin – als ich wieder einmal nicht mehr richtig laufen konnte, wenn auch nicht noch schlimmer als bis heute – habe ich beschlossen, sehr viel über diese Phase hier niederzulegen.

Bisher war ich, soweit ich mich erinnern kann, nur einmal eine Woche nach einem Zahnarzteingriff krankgeschrieben, damals bin ich nach 3 Tagen freiwillig wieder zur Arbeit zurückgekehrt. Als Schulkind einmal wegen Armbruch und einmal wegen Mumps, aber das zählt nicht so wirklich. War kein Arbeitnehmer und ich glaube auch nicht so lange Zeit.

Länger krankgeschrieben zu werden als Arbeitnehmner, glaube ich (ausser man muss ins Krankenhaus) klingt allgemein betrachtet so super. Endlich kann man ausschlafen, alles mögliche tun zu dem man sonst nicht kommt, die Freizeit geniessen, ist frei vom Arbeitsdruck.

Aber wenn man auf einmal vor lauter Schmerzen fast nichts mehr tun kann, was man sonst gerne tat? Wenn für geliebte Spaziergänge die 3-fache Zeit für die Hälfte der Strecke gebraucht wird und man manchmal sich vor Angst was an Schmerzen kommt, gar nicht mehr raustraut?

Man wegen nächtlicher Schlaflosigkeit am Tag viel länger schläft, als man eigentlich möchte? Und nicht mal die einfachsten Erledigungen im Haushalt hinbekommt, nicht besonders gesund kochen kann?

Welche Zweifel und Ungewissenheiten dann zusätzlich seelische Probleme noch produzieren, es ist unglaublich – ich werde versuchen davon hier zu berichten, so gut ich es schaffe.

Da haben wir wieder so einen Traum von heute nachmittag

Nach einer Zeit, die permanent von Krisen geschüttelt wurde, die ich eigentlich nicht verschuldet habe und seit Herbst 2019 immer geballter auftraten und dann in der Conona-Zeit noch immer heftiger, habe ich sowieso schon seltsame Träume.

Heute den folgenden: ich hatte in einem eher bäuerlichen Ort in Deutschland eine Ferienwohnung gemietet. Sie war in einem alten Haus.

Ich verliess dann die Wohnung am ersten Tag zum ersten Mal um in einem abgeschirmten Garten gegenüber Leuten zu helfen. Unsere Tätigkeiten durften aber nicht entdeckt werden und als weitere Leute zu kommen schienen, flüchtete ich dann in einen Nebeneingang des Hauses, in dem meine Ferienwohnung war. Davor hatte ich noch Getränke gefunden, die ich mitgenommen hatte von der letzten Party (die fand auch in einem Traum statt) woanders, weil ich sonst befürchte hatte, nichts zu trinken zu bekommen, was mir von einer Beobachterin bestätigt wurde, man müsste sehr weit fahren mit dem Auto, um etwas kaufen zu können.

Dort in dem Gebäude landete ich in einer Art mittelalterlichem Burg mit Treppen, gefährlichen Abbrüchen von Wegen – Aufstiege endeten und ich war ziemlich verwirrt. Ich wollte eigentlich nur in meine Wohnung. Dann fand ich einen weiteren Aufgang aus dem Kirchenmusik toll klang – jemand spielte eine Orgel!

Da war eine Kapelle und ich wollte mich dazusetzen, fand aber keinen Platz und neben Männer durfte ich mich nicht setzen. Ich stellte mich hin bekreuzigte mich und knickste ….

Als ich mich umblickte, erkannte ich, dass es eine rumänische Kirchengemeinde war, Frauen mit Tracht und Kopftüchern. Dann kam eine singende Frau auf mich zu (ohne Kopfbedeckung) die wie eine Opersängerin aussah, ich begann mitzusingen ….

Als das aus war, versuchte ich wieder zurückzukommen, es gelang mir aber nicht, auch wenn ich versuchte zu fragen – keine Antwort. Meine Getränke fand ich auch nicht mehr.

Irgendwann war ich immerhin in der Lage den Traum zu beenden. Er war mit zuviel und zu blöde. Ein Zeichen aber wie das Unterbewusstsein mit der Hilflosigkeit existentiell kämpft.