Draussen – für Trakl, Schumann und Brahms

Das Lied der Nachtigall ist stumm
und doch hör ich sie in meinen Träumen
Regentropfen nähren Blumen und das Gras
neues Moos
der Winter und die alten schlimmen Sachen
schwemmen zu Gaia in den Boden
die weise Göttin hält
all das Leid in Händen
wie der alte weise Baum
der sturmgeprüft
Jahr um Tag da draussen steht
in eisesglut und hitzeskälte
weil er Bote der Schöpfung ist

Die Nacht ist so tröstlich denn
es ist so leise
kein Auto. kein Weinen
die Silberpappeln singen im Wind
husch husch
hinter den Wolken schaut der Mond nach den Fischen im Teich
ein Mäuschen trappst im Wald
ein kleines Käuzchen raschelt im Nest
gluggs
ein Frosch dreht sich im Schilf
Eidechsen schauen schon nach den ersten Sonnenstrahlen

16 April 2012

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