Die Stille im Wandel der Zeiten (verfasst 15 Oktober 2012)

Als kleines Kind mochte ich den Herbst
Dunkelgoldene Sonne
Blätter sammeln, pressen Bilder draus machen
Kastanien sammeln

die Weihnachtzeit im Schnee rumtapsen
Hasen- und Rehspuren in glitzernder Pracht
am Kachehlofen sitzen
ins Bett gekuschelt warm

Später mochte ich den Herbst
Melancholie und Sonnenblumenfeldern
Friedhöfe im verrottenden Laub
Wanderungen in Wäldern

Den Winter nicht mehr
den ich MUSSTE still vor Christbäumen
sitzen die ich nicht sehen wollte
ich wollte raus

dann
liebte ich wieder Weihnachten
weil ich ein Buch bekam
und las die Feiertage durch im Bett

dann hasste ich Weihnachten und Silvester
ich musste immerzu zu den gleichen Feiern
fressen bis zum Abwinken
Silvester warten bis Mitternacht dann anstossen

Dann liebe ich wieder diese Zeit
weil Kerzen brennen
Medidationszeit und das Zuhause schmücken
Stille

In diesem Jahr
fehlt Vater

ich bin froh wenn ich mich rausmogeln kann
und hier an ihn denken.

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