Kategorie-Archiv: Nachdenkliches

Antwort auf ein Gedicht einer Freundin

Die Schönheit ist ein dunkler Wald
voller süsser Düfte nach Moos
funkenlnde Wege erhellt von Sternen
die sich in Tautropfen auf Farnblättern spiegeln

Die Schönheit ist im dunklen Wald
ein Käuzschenschrei
knacks – da ein Frischling tritt auf ein Gezweig
da husch, ein Häher sucht sein Nest

Die Schönheit ist im dunklen Wald
an einem Bach der leise mit den Grillen singt
am See der nachts Traumwellen
in den Schlaf der Menschen schickt.

Antwort auf das:
Die Schönheit ist ein Geheimnis

Die Schönheit ist ein Geheimnis,
das unser Geist versteht,
an dem er sich erquickt
und unter dessen Eindruck
er sich entfalten kann.

Tristezza

Interrogo la tristezza e scopro
che non ha il dono della parola;
eppure, se potesse,
sono convinto che pronuncerebbe
una parola più dolce della gioia.

Khalil Gibran

« Letzte Änderung: 22 Juli 2012

Die Stille im Wandel der Zeiten (verfasst 15 Oktober 2012)

Als kleines Kind mochte ich den Herbst
Dunkelgoldene Sonne
Blätter sammeln, pressen Bilder draus machen
Kastanien sammeln

die Weihnachtzeit im Schnee rumtapsen
Hasen- und Rehspuren in glitzernder Pracht
am Kachehlofen sitzen
ins Bett gekuschelt warm

Später mochte ich den Herbst
Melancholie und Sonnenblumenfeldern
Friedhöfe im verrottenden Laub
Wanderungen in Wäldern

Den Winter nicht mehr
den ich MUSSTE still vor Christbäumen
sitzen die ich nicht sehen wollte
ich wollte raus

dann
liebte ich wieder Weihnachten
weil ich ein Buch bekam
und las die Feiertage durch im Bett

dann hasste ich Weihnachten und Silvester
ich musste immerzu zu den gleichen Feiern
fressen bis zum Abwinken
Silvester warten bis Mitternacht dann anstossen

Dann liebe ich wieder diese Zeit
weil Kerzen brennen
Medidationszeit und das Zuhause schmücken
Stille

In diesem Jahr
fehlt Vater

ich bin froh wenn ich mich rausmogeln kann
und hier an ihn denken.

Mutter!!!

kommt noch ….. war 30. Oktober 2012

Ja jetzt fehlt mir auch Mutter …. meine schärfste und erbarmungsloseste Kritikerin ….

sie hat mir oft wehgetan und ich glaube ich ihr auch.

Sie hat mich rumgehetzt, weil sie mit nichts wirklich zufrieden war, Joghurt musste möglichst fett sein,  oder es mussten ekelige Sachen sein, die nicht überall zu kaufen waren, Heringe in Gelee ….

Heute sehe ich diese Dinge oft – und denke das musst su Mama mitbringen –

no no no geht nicht mehr