Bericht über meine derzeitige Leidensphase (offiziell betitelt Lumboischialgie bis in den rechten Oberschenkel)

Vorhin – als ich wieder einmal nicht mehr richtig laufen konnte, wenn auch nicht noch schlimmer als bis heute – habe ich beschlossen, sehr viel über diese Phase hier niederzulegen.

Bisher war ich, soweit ich mich erinnern kann, nur einmal eine Woche nach einem Zahnarzteingriff krankgeschrieben, damals bin ich nach 3 Tagen freiwillig wieder zur Arbeit zurückgekehrt. Als Schulkind einmal wegen Armbruch und einmal wegen Mumps, aber das zählt nicht so wirklich. War kein Arbeitnehmer und ich glaube auch nicht so lange Zeit.

Länger krankgeschrieben zu werden als Arbeitnehmner, glaube ich (ausser man muss ins Krankenhaus) klingt allgemein betrachtet so super. Endlich kann man ausschlafen, alles mögliche tun zu dem man sonst nicht kommt, die Freizeit geniessen, ist frei vom Arbeitsdruck.

Aber wenn man auf einmal vor lauter Schmerzen fast nichts mehr tun kann, was man sonst gerne tat? Wenn für geliebte Spaziergänge die 3-fache Zeit für die Hälfte der Strecke gebraucht wird und man manchmal sich vor Angst was an Schmerzen kommt, gar nicht mehr raustraut?

Man wegen nächtlicher Schlaflosigkeit am Tag viel länger schläft, als man eigentlich möchte? Und nicht mal die einfachsten Erledigungen im Haushalt hinbekommt, nicht besonders gesund kochen kann?

Welche Zweifel und Ungewissenheiten dann zusätzlich seelische Probleme noch produzieren, es ist unglaublich – ich werde versuchen davon hier zu berichten, so gut ich es schaffe.

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