Archiv für den Autor: Adrenalinpur

Ostersamstagnacht

Die Osternacht, ist eine Nacht des Wachens und Betens zum Gedenken an die Auferstehung Jesu Christi von den Toten und damit an den Durchgang vom Tod ins Leben.

Die Nacht der Lichtfeiern.

Die Geisterreiterin (Angefangen Ende Oktober, Review 11/18)

Durch die Endoktobernacht reitet einsam der Ritter
mit Rüstung und Schwert auf seinem schweren Rappen.

Es ist nebelig im Wald
und es bilden sich Kristalle an den Tannenspitzen.

Er reitet zum Kampf,er ist in Gedanken in der Schlacht
und er will in Wahrheit zurück in seine Burg nach Hause zu seiner treuen Gattin und den Kindern.

Er prescht durch den Wald in ein Flusstal, die Nebelschwaden werden immer dicker,

fahl glitzert der Mond….
Und auf einmal –
teilt eine Gestalt die Nebel in Fetzen.

Ein Apfelschimmel mit einer Ritterin in einer weiss-silbernen Rüstung
aus Fischschuppen rast durch den Dunst.

Er zückt das Schwert, sie ist ein Geist,
eine Bedrohung!

Ihr Haar ist engelsgleich weissblond und
es schimmert unter dem Helm hervor.
Er sieht unter ihrer Rüstung weissen Organza.

Sie stürmt an ihm vorbei, ihre Apfelschimmelstute schäumt und bläht die Nüstern,
als sie vor seinem Schwert steigt und scheut,
kann er einen Monemt die Augen der Geisterreiterin in der Gesichtsrüstung sehen,
sie sind tiefgrün wie die Augen einer Raubkatze,
mit Sorgenfalten, mit Lachfalten.

Er sieht ihre Augen Nachtgrün,Graugrün wie das Meer,
Braungrün wie das Moos.
In einem Moment treffen ratlos seine Augen ihre.

Sein Pferd erschrickt vor ihrem Blick und tritt zurück,
die Berberstute schreit mit blutigschäumenden Nüstern
dreht sich und donnert zurück in die sich
hinter beiden schliessende Finsterniss.

Die Geistereiterin galoppiert zum Meer, Tränen stehen ihr in den graugrünen Augen.
Sie ist verwirrt, etwas hat sich verändert, ihr Geisterdasein war für einen Augenblick zu Ende.

Sie dachte für einen Augenblick, einen Herren gefunden zu
haben einen Kämpfer wie sie. Die meergrauen Augen ihrer
Vollblutstute blicken sie an.

Sie streichelt ihre Nüstern und das Fell dieses göttlichen Tieres.
Und wirft ihre Schüppenrüstung ins Meer.

Und beide gleiten ins warme Wasser, sie nackt in weissem Organza und ihr Pferd,
durch die Algen durch den Sand und die Muscheln
Sterne leuchten ihnen den Weg
sie baden
sie spielen in der Gischt
riechen den Duft
und dann werden beide müde
der warme Wüstenwind trocknet beide
der Panzer wird wieder hart
und in den Dünen geschützt von Meergras
gehüllt in Organza und einem Panzer aus Schuppen
schläft hinter der erhabenen Gestalt einer Apfelstute – die Geisterreiterin

Heilig Drei Könige

Morgen ist dieser Feiertag und ich dachte gerade darüber nach.

Die drei weisen Könige aus dem Morgenland kamen vor uralten Zeiten an die Geburtsstätte von Jesus dem neuen Propheten, um ihm zu huldigen, nicht als martialische Herrscherkönige, sondern als Weise.

Sie verfolgten ihn nicht wie Herodes, sondern brachten ihm Geschenke als Zeichen, dass sie seine Ziele erkannten.

Sie brachten Gold – Zeichen von Reichtum, vielleicht ein Zeichen das man Reichtum auch teilen kann statt horten und vielleicht mehrt sich Reichtum wenn man ihn teilt.

Sie brachten Weihrauch und Myrrhe, zwei mythische Harze, dem auch Heilkräfte zugesagt werden

Könige hätten leicht die Macht gehabt ein Kind zu töten, dass ihre Macht gefährdet. Sie gingen aber den weiten Weg dorthin, und gaben das Zeichen, seine Botschaft zu erwarten und zu zu akkzeptieren. Leider gibt es heute offensichtlich keine weisen Könige mehr.