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Isabella – Einsamkeit und noch viel mehr (11.04.2020 Ostersamstag)

Weinend sass sie, die edle Frau am Fenster ihrer Burg hoch über Valsinni im Exil. Sehnte sich nach ihrem Liebsten, obwohl nicht wusste, ob ihre Liebe jemals wirklich geteilt wurde … sie sah mit tränenüberflossenen Augen über das Städtchen hinab und sang leise „Siriiii, Siriiiii …“ Auch wenn sie auf den Fluss poetisch schimpfte, liebte sie ihn vielleicht am meisten, so ähnlich innig und dennoch zerissen, wie sie Gott liebte. Nur erzürnte sie es manchmal, die Gewissheit zu haben, dass er weiterfliessen darf, schon nachdem sie ihr grausames Schicksal eingeholt haben wird, für Jahrhunderte hinweg – er wird leben und sie nimmer mehr ….

Apokalyptische Stimmung

Seit Tschernobyl habe ich so eine Stimmung nicht mehr erlebt …. meine Eindrücke über die mögliche Pandemie durch Corona werden nach und nach gefüllt …

Nachdem es 2 infizierte Ärze in Erlangen gibt und eine Familie in Nürnberg isoliert wurde, haben die richtigen Hamsterkäufe heute begonnen – wie asozial das ist

Uns werden Geschichten erzählt … „Wir sind gewappnet!“ Wer wenn nach und nach immer mehr Ärzte und bestimmt auch irgendwann Pflegepersonal betroffen sind? Und gegen was sind wir gewappnet? Wir wissen ja nicht mal genau was Corona macht. Wir haben nur symptomatische Behandlungsmethoden, keinen Impfstoff und Fieber zu haben ist seit Neuestem auch kein Anzeichen, dass es sich nicht um eine „normale“ Grippe handelt. Zuerst hiess es der Virus verbreite sich über Tröpfcheninfektion, jetzt auf einmal wird veröffentlich er könne sich z.B. auch über Kontakt mit Fäkalien verbreiten

Mir macht nicht soviel Sorgen dass ich an einem solchen Virus sterben könnte, sondern die Vorstellung was allgemein so passiert und passieren kann von Isolation über der Aushebelung von Grundrechten, Panik und Plünderungen.

Endlich mal was wissenschaftlich Profundes https://www.mpg.de/1156575/Bakterien_Viren_Koevolution

Aus der Ferne (Quelle: http://www.deutsche-liebeslyrik.de/)

Aus der Ferne

Wann denkst Du mein?
Wenn wunderherrlich aufgeblüht,
Im reichsten Frühlingsglanz,
Die Erde Dir entgegenglüht?

Wann denkst Du mein?
So oft ein wehmuthsvolles Lied,
Durch frohen Stundentanz,
Mit Sturmesmacht zu Dir hinzieht?

Denkst Du wohl mein?
Wenn laute Freude Dich umschließt?
Wenn Jubelharmonie
Beglückend auf Dich niederfließt?

Wann denkst Du mein?
Am frühen Tag, in später Nacht,
Schließt sich Dein Auge nie?
Bevor Dein Herz an mich gedacht?

Ludwig Foglar (1819-1889)