Raben, Animismus, Kieferschmerzen und was fischte man da aus der Pegnitz?

Es kann sein dass dieser Text noch mehrfach korrigiert wird. Heute war ein sehr seltsamer Tag. Vom Prinzregentenufer aus lief ich am Pegnitzgrund entlang und sah ein Schwanenpaar im Nest. Danach lief ich unter einer Brücke hindurch und sah ein Obdachlosenlager. Fein säuberlich Luftmatratze, drauf und Schlafsack, eine neben der anderen, dabei gebunkertes Alles-Mögliche wie eine Zeltstadt ohne Zelt. Mein erste beunruhigender Gedanke war dann: Wie reich mag ich sein um eine Wohnung zu haben ein Bett ein Bad, eine Toilette. Lief weiter und es war mir irgendwie mulmig. Beim Zahnarzt bekam ich 3 Füllungen repariert. Normalerweise habe ich nach sowas keine Schmerzen, aber es war seltsam, ich hatte welche. Ein wenig bummelte ich durch die Stadt und kam dann am Katzenberger Denkmal wieder an die Stelle an der Maya ertrank und WAS SEHE ICH?

Der Durchgang zur blauen Pferd, Mensa war abgeriegelt, Notarzt, Polizei, Feuerwehr glaub auch THW waren da und ein Drehkran in die Pegnitz.

Muste aussenrumlaufen und da was ne Frau mit denke ich ihrer Mutter im Rollstuhl. Warun ist unser Rennweg gesperrt? Ich schaute zur Brücke die zur Insel Schütt geht. Drehte mich nochmal rum und sah auf dem Bergungsding von dem Kran etwas in einer grauen Tüte.

Bis heute fand ich in den Polizeiberichten nichts, auch nicht über eine Übung, vielleicht wars ein komischer Tagtraum.

Nächster Teil folgt
Raben Schmerzen und heute
sehe ich dass es keine Vertrauensperson gibt

Des Eises Nacht

Alleine steh ich am Fluss
in der eisigen Nacht
Blumen aus Kristall
fallen aus dem Himmel
kann die Sterne nicht sehen
nur fühlen

Die Kälte schmerzt so sehr
in meinem Fleisch
die Zeit treibt auf den glitzernden
Schollen vorüber
das Klagen Schuberts Wanderers
klingt von fern

Wo bist du Wanderer
dessen Weg meiner kreuzte
für eine Eisschollenzeit
wo ist die Wanderin mit den blauen Augen
mit der ich am Flusse sass
wo

Der Mond er kreist in weissen Nebeln
der Himmel steht da violett
wo sind die kleinen Tulpen zum Schauen
wo ist der laue Wind an den Beinen
wo Lerchengejubel in weiten
nassen Wiesen voller Schilf

Kirchturm darf ich nochmals
an dir lehnen
und den warmen Oktoberwind verschlingen
zusammen mit dem Besten den es gibt
und nach oben schauen
und Rätseln?

« Letzte Änderung: 03 Januar 2010

Der Wald singt ein Nachtlied

Irgendwo da draussen in feuchten Nebeln
singt eine kleine Nachtigall ein Lied
sie ist wie sie ist und sieht ihr Leben in den grünen Laubdächern
in den saftigen Moosen den weissen Wolken am Himmel

Ihr Leben ist Sein sie IST
sie hasst nicht sie träumt sie ist wie sie ist
ich lasse sie ihr Lied mir im Schlaf singen

28 Mai 2010

Eisnächte

Kaum kann ich laufen
ich gehe immer die selben Wege mit anderen Schuhen
Eis schiefe Bahnsteige
meine Nase blutet meine Lippen sind ausgetrocknet
Massen Menschen stehen auf schiefen Bahnsteigen
Panik?
Ich stehe wieder und meine Füsse erfieren
ich gehe und sie tun so weh

Wenn ich wüsste das Ziel wäre ein sicherer Hafen
würde ich gerne laufen
aber
ich laufe durch den dunklen Wald
und frage Fragen an Freunde
ich singe Fragen in Felder aus Schnee

miiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeh
es kommt keine Antwort
nichts
und deshalb werde ich alleine weiter wandern mit blutenden Füssen im Schnee

02 Januar 2011

Eisnächte voller Fragen
geflüsterte Fragen
geweinte Fragen
geträumte Fragen
geschriene Fragen
und einfach nur leise gefühlte Fragen
die Augen auf eine Kerzenlicht fixiert
einen Strom Fragen gefühlt
doch er kommt nicht an
es kommt nichts zurück
vielleicht sind aber die Fragen unterwegs gefroren
und die Frage warum erfriert erneut
niemand weiss warum Fragen erfrieren
vielleicht kann man sie wachfragen
wenn man nur Geduld übt.

04.01.2011